Die Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe wurde 1985 von in München ansässigen palästinensischen und jüdischen Frauen und Männern gegründet, vor dem Hintergrund, dass es auch für die in Deutschland lebenden Juden und Palästinenser nicht möglich ist, sich vom israelisch-palästinensischen Konflikt abzugrenzen.
Die Beteiligten wollen zu einer Verständigung und einem dauerhaften und gerechten Frieden zwischen den beiden Völkern beitragen. Die Beziehungen zwischen Palästinensern und Israelis sollen auf der Grundlage vollständiger Gleichberechtigung beruhen und von Respekt, Rücksichtnahme und einem Menschenbild, das die Menschenwürde als unantastbar anerkennt, getragen sein.
Statt Gewalt als Mittel der Konfliktlösung setzt sich die Gruppe für einen regelmäßigen intensiven Dialog zwischen Palästinensern und Juden ein – mit dem Bestreben, gemeinsam Geschichte und Schicksal des anderen kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu pflegen, Unterschiede zu respektieren und Auswege aus der gegenwärtigen Hilflosigkeit zu finden. Es sollen politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Verhältnisse geschaffen werden, unter welchen sich alle in Israel lebenden Menschen frei von jeder Diskriminierung als in jeder Hinsicht gleichberechtigte, gleichwertige und gleichbehandelte Bürgerinnen und Bürger fühlen.
Die Dialoggruppe recherchiert und diskutiert die Hintergründe und Probleme der Konfrontation beider Völker und veröffentlicht Artikel über den Konflikt. Sie unterstützt Initiativen und Dialoggruppen im Nahen Osten, Europa und den USA und organisiert Veranstaltungen, zu denen sie israelische und palästinensische Gäste einlädt, um so durch Information der Öffentlichkeit zum besseren Verständnis der Thematik und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen.
